„Gestalte mit statt gestaltet werden“:: Anna Marijke Goedeke tritt für die SPD im Bezirksrat Herrenhausen-Stöcken an
Am 13. September 2026 wird Stadtbezirksrat Herrenhausen-Stöcken gewählt. Für die SPD tritt Anna Marijke Goedeke erneut an. Im Stadtteil Marienwerder kennt sie fast jeder: Seit über 30 Jahren wohnt sie hier, seit zehn Jahren sitzt sie im Bezirksrat, und fast genauso lange führt sie den Marienwerder Dialog e.V. Nicht ohne Grund nennen viele sie auch das „Gesicht von Marienwerder“. Wir haben mit ihr über ihre Beweggründe, ihre Ziele für den Stadtbezirk und ihre Botschaft an die Menschen vor Ort gesprochen.
Verwurzelt in Marienwerder – mit klaren Zielen für den ganzen Stadtbezirk
Warum tritt man nach zehn Jahren im Bezirksrat noch einmal an? Für Anna Marijke Goedeke ist die Antwort einfach: Sie möchte weiter handfest an einem besseren Stadtbezirk mitarbeiten. Dabei liegt ihr insbesondere Marienwerder am Herzen, wie Goedeke erklärt: „Man hat zwar nur örtlich begrenzten Einfluss, aber der ist spürbar. Und das macht einen am Ende auch zufrieden: Echte Verbesserungen im Stadtbezirk.“
Es geht ihr dabei nicht nur um einzelne Projekte, sondern um das Zusammenleben im Stadtteil – und darum, das Miteinander aktiv mitzugestalten. So hat sie beim Verkehr eine klare Haltung: Statt auf Verbote setzt sie auf Anreize. Wer mit dem Rad oder mit Bus und Bahn in die Stadt fährt, soll es künftig bequemer haben als mit dem Auto. Der Umstieg soll sich nicht wie Verzicht anfühlen, sondern wie die naheliegende, komfortable Wahl.
Und dann sind da zwei Dinge, die aus ihrer Sicht in den vergangenen fünf Jahren zu oft liegen geblieben sind. Zum einen das Stöckener Bad: Goedeke will es neu bauen lassen, am bisherigen Standort oder in der Nähe. Zum anderen die Grundschule Marienwerder. Hier soll aber nicht nur vor Ort ohne Auslagerung saniert, sondern das gesamte Gebäude wieder nutzbar gemacht werden. „Das kann zum Beispiel mit einer ersten Sanierung des aktuell nicht genutzten Teils gelingen“, erklärt Goedeke, „dann können die Klassen in den anderen Teil wechseln und der Rest kann saniert werden.“
Auf lange Sicht kann sich die Schule so zu einem echten Treffpunkt für den Stadtteil entwickeln, also ein Ort, der über den Unterricht hinaus dem ganzen Viertel offensteht.
Man hat zwar nur örtlich begrenzten Einfluss, aber der ist spürbar.
Weniger Ideologie, mehr Mitmachen
Viele Menschen haben das Gefühl, in der Politik nicht mehr richtig gehört zu werden. Aber was kann die Kommunalpolitik dagegen tun? Anna Marijke Goedeke wünscht sich weniger Ideologie und dafür mehr Sachlichkeit und Ehrlichkeit. Und sie stellt eine zweite, mindestens genauso wichtige Frage in den Raum: Was kann eigentlich die Verwaltung tun, damit sich die Bürgerinnen und Bürger wieder ernst genommen fühlen? Für sie gehört am Ende beides zusammen. Damit einher geht auch eine abschließende Forderung der Bezirksratsfrau: „Wer sich das Recht auf’s Meckern behalten will, sollte wählen gehen. Denn nur wer wählt, bestimmt am Ende mit, wer regiert und wer zu Hause bleibt, überlässt die Entscheidung anderen. Deshalb gilt ganz klar: Gestalte mit statt gestaltet werden.“