In Stöcken bauen wir E-Autos, aber Zuhause fehlt die Steckdose:: Wir stehen für nachhaltige Mobilität in unserem Stadtbezirk
In Stöcken laufen Elektrofahrzeuge vom Band. Wer ein paar Straßen weiter im dritten Stock wohnt und selbst umsteigen will, steht vor einem simplen Problem: Es gibt kaum Ladepunkte für alle E-Fahrzeuge.
Genau hier setzen die jungen Kandidierenden der SPD Herrenhausen-Stöcken im Kommunalwahlkampf an. Sie fordern, Ladeinfrastruktur konsequent dort zu bauen, wo Menschen ohnehin parken: am Bordstein, an vorhandenen Straßenlaternen, in dicht bebauten Wohngegenden. Und sie verbinden das mit einer breiteren Forderung: Nachhaltige Mobilität dürfe nicht nur aus neuen Autos bestehen, sondern müsse Bus, Bahn und Rad mitdenken.
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Was bereits läuft
Ganz am Anfang steht Hannover nicht. Zwischen 2021 und 2025 sind im Stadtgebiet 480 Ladestationen mit insgesamt 960 Ladepunkten entstanden. Für 2026 sind weitere 100 Säulen mit 200 Ladepunkten geplant. Damit gehört die Stadt beim Ausbau zu den stärksten Großstädten Deutschlands. Die Jusos NordWest aus dem SPD-Ortsverein Herrenhausen-Stöcken halten diese Bilanz für vorzeigbar und trotzdem für unvollständig. Ihr Einwand: Ladepunkte an Einkaufszentren und Verkehrsknoten helfen wenig, wenn sie abends in der eigenen Wohnstraße fehlen.
Die Forderungen im Einzelnen
Konkret nennen die jungen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten vier Punkte, die sich alle auf die vorliegenden Wahlprogramme von Stadtbezirk, Stadt und Region stützen:
- Bordsteinladen und Laternenladepunkte. Statt aufwendiger Neubauflächen soll genutzt werden, was schon steht: Bordsteinsteckdosen oder Ladepunkte an Straßenlaternen. Besonders in Wohngegenden mit hoher Bebauungsdichte sollen die Mehrfamilienhäuser mitgedacht werden.
- Laden als Teil der Mobilitäts-Hubs. Bus, Bahn, Carsharing, Fahrrad und Ladeinfrastruktur sollen an denselben Orten zusammenkommen, damit Umsteigen im Alltag funktioniert.
- Elektrische Busse, Bahnen mit Ökostrom. Der Umstieg im öffentlichen Nahverkehr soll parallel laufen – samt modernisierter Betriebshöfe.
- Radverkehr endlich bauen. Die Veloroute ist geplant, aber nicht gebaut. Dazu kommen sichere Fahrradgaragen in den Quartieren und feste Abstellflächen für E-Scooter, damit Gehwege frei bleiben.
Für die Jusos ist Mobilität in erster Linie eine Geldfrage. Wer in Ausbildung, Studium oder am Anfang des Berufslebens steht, entscheide selten über einen Zweitwagen, sondern darüber, ob überhaupt ein Auto drin ist, ob der Bus spätabends noch fährt und ob der Radweg sicher genug ist.
Gewählt wird am 13. September 2026
Bei der Kommunalwahl haben Wählerinnen und Wähler drei Stimmen, die sie einzelnen Personen geben können. Wer will, dass die eigene Generation mitentscheidet, muss sie auch ankreuzen.