Juso AG Nord-West

Die Juso AG Nord-West im Ortsverein Herrenhausen-Stöcken.



Vorsitzender : Lars Kelich
stellv. Vorsitzende : Regina Karsch


Die Juso AG Nord-West stellt hier ihren Clip gegen die Privatisierung
der Bahn vor.

Bitte klicken Sie auf den Juso Link.

Wir wünschen ihnen Viel Spass.

 

Die Juso AG Nord-West stellt ihren Film-Clip vor.

Die Juso AG Nord-West ist gegen eine Schließung der Grundschule Marienwerder.

 






Der Anfang vom Ende der Bahn…

Es sind nun schon einige Monate ins Land gegangen, seit die Privatisierung der Deutschen Bahn vom SPD Parteitag abgelehnt wurde.
Leider sieht Bundesverkehrsminister Tiefensee offenbar nicht die Notwendigkeit, sich an die Beschlüsse der eigenen Partei zu halten, sondern stattdessen lieber den Klassenantagonisten der CDU durch seine neuen Privatisierungspläne in die Hände zu spielen. Ohne Rücksicht auf Verluste soll nun ein Teil der Deutschen Bahn privatisiert werden. Wer darunter vor allen Dingen zu leiden hat, sind mal wieder die Schwächsten der Gesellschaft. Hierbei trifft es vor allem Menschen, denen kein Auto zur Verfügung steht, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die sich noch in der Ausbildungs-, bzw. Studienzeit befinden.

Ist eine Teilprivatisierung wirklich „nicht so schlimm“?

Viele Genossinnen und Genossen in der SPD verkneifen sich derzeit den Widerstand gegen die Privatisierung mit dem Hinweis darauf, dass es sich „ja nur um einen kleinen Teil der Bahn“ handle, der nun privatisiert werden soll. Natürlich ist uns bewusst, dass die Teilprivatisierung die wesentlichen Teile der Bahn noch nicht betrifft. Jedoch, und das lehrt uns die Erfahrung in Sachen „Privatisierung“, ist einmal der Anfang gemacht, wird es relativ schnell zur Diskussion kommen, inwieweit nicht weitere Teile der Bahn privatisiert werden können. Dies wird insbesondere der Fall sein, wenn die nächste schwarz-gelbe Regierung auf Bundesebene zustande kommt. Denn diese Koalition hat mit Sicherheit weit weniger Skrupel, die Privatisierung auszuweiten. Und einer solchen Regierung gibt die große Koalition in Berlin derzeit eine perfekte Vorlage, indem sie den Anfang macht und beginnt, sich aus der Verantwortung für die Bahn zurückzuziehen.

Ein weiteres Problem bei der Privatisierung ist die Glaubwürdigkeit der Motive einer solchen. Die Bahn wurde über Jahrzehnte und unter Aufwendung von Milliarden von Steuergeldern aufgebaut. Sie wurde demnach aus Mitteln finanziert, die die gesamte Bevölkerung solidarisch aufgebracht hat. Da ist es absolut widersinnig, nun die Bahn nicht mehr in den Händen der gesamten Bevölkerung zu lassen.

Mögliche Folgen

Viele Menschen nutzen die Bahn, um zu ihrem Arbeitsplatz zu pendeln. Die Benutzung eines Autos ist für das Pendeln zu teuer. Auf dem Land nutzen Kinder die Bahn, um zur Schule zu gelangen. Ältere Menschen nutzen die Bahn, um Ausflüge zu machen oder komplett zu verreisen, damit sie sich ohne den Stress auf den Autobahnen einen schönen Lebensabend gestalten können. Ganz zu schweigen von den vielen Sonderveranstaltungen, wie zum Beispiel Fußballspielen, zu denen man mit seiner Eintrittskarte auch die Bahn nutzen kann.

Es gibt mehrere generelle Probleme bei der Privatisierung der Bahn. Das wichtigste hierbei ist wohl, dass die Bahn als staatliche Einrichtung kein profitorientiertes Unternehmen wäre. Denn der Staat hat lediglich das Interesse, dass die Bevölkerung versorgt wird. Für ein profitorientiertes Unternehmen ist eine Auflistung der Kosten-Nutzen-Faktoren unabdingbar. Somit wird bei Bahnstrecken, die nicht durch übermäßig viele Menschen genutzt werden, schnell überlegt werden müssen, ob man den Zugverkehr hier nicht einstellt.

Es gibt jedoch einige Menschen, die auf die Bahn angewiesen sind. Diese möchten auch weiterhin eine intakte Bahnverbindung haben, ohne in die Großstädte ziehen zu müssen. Was würde denen dann als Antwort auf ihre Frage nach ihren Mobilisationsmöglichkeiten gegeben werden? Ganz einfach: Preiserhöhungen, damit sich die Einrichtung für das Unternehmen „Deutsche Bahn“ rentiert. Letztlich wird die Bahn dadurch unbezahlbar werden, vor allem für die Menschen, die ohnehin wenig materielle Mittel zur Verfügung haben. Und gerade die brauchen die Bahn, denn ein eigenes Auto mitsamt den ganzen Fahrten können sie sich erst recht nicht leisten.

Deshalb fordern wir die Rücknahme der Privatisierung und eine komplette Wiederverstaatlichung der Deutschen Bahn. Das Interesse der Gesamtbevölkerung muss über das Interesse einzelner Privatunternehmer gestellt werden. Der Staat muss sich seiner Verantwortung für die Bahn bewusst werden und diese Verantwortung auch in Zukunft wahrnehmen.

stellv. Juso Vorsitzender
Lars Kelich

 

Wann & Wo

Samstag